Folge mir, Tweetheart

Achtung, dieser Text enthält viel Fachsprache! Nur für Tweeties.

Jeden Freitag verkünden fleißige Twitterer über den Hashtag #followfriday interessante und verfolgenswerte Twitter-Feeds. Heute ist Freitag, und daher habe ich mich auf die Suche nach liebenswürdigen und sexbezogenen Twitter-Feeds gemacht. Erstmal vorweg: Amerikanischen Marktforschern zufolge wird auf Twitter viel öfter nach Sex gesucht als auf Facebook. Aber bloße Sex-Tweets sind öde und pornös, die gebe ich hier nicht weiter. Ich will Sprachspielchen.

Daher freue ich mich über den Tipp von Christian Berg auf jetzt.de: “Drei Worte nach dem Sex: der Twitter-Ticker”, #threewordsaftersex. Mir kommt spontan in den Sinn: “Wie heißt du?”, “Ich schlafe schon” oder “Sag jetzt nix”. Die Vorschläge seiner Leser gefielen mir recht gut: “Es ist vollbracht” (okkasionalsozialist), “Ist das alles?” (voiceofregret), schtroumpfette meint gar “Twittern danach ist die neue Zigarette danach”. Darauf coolfire: “Hast du noch Sex oder twitterst du schon?” Die Kommentare erwähnen noch andere englisch-sprachige Tags: #liesboystell (die Lügen der Jungs) und #liesgirlstell (die der Mädchen). Darunter zum Beispiel: “Sie ist nur eine gute Freundin”, “Meine Mutter klopft gerade an”, “Ich vermisse deine Küsse”; “Ich habe meine Regel”, “Ich war früher dünner”, “Ich bin müde”. Englische Sätze zum Schlussmachen finden man über #3breakupwords. Leider liest sich das dort Versammelte wie eine Endlos-Schleife aus Variationen von “Es ist vorbei”. Ich selbst abonniere jetzt und empfehle freitäglich Sibylle Bergs Twitter, die ja seit jeher bitter-süß über menschliche Beziehungen schreibt und in all ihrer Bosheit verletzlich bleibt. Weitere Hinweise zu Twitter-Liebe werden gerne an dieser Stelle entgegen genommen!

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