Archiv für die Kategorie „Alle anderen“


Robot Love

Mittwoch, 24. Juni 2009

Und noch eine schräge Meinung zu liebesfähigen Robotern: Der Autor des Buches “Love and Sex with Robots” David Levy glaubt, dass wir im Jahr 2050 sogar Roboter heiraten werden und dass Liebe programmierbar ist.


Der mit den vielen Körpern

Mittwoch, 24. Juni 2009

Mein Freund, der Roboter? The New Scientist berichtet von Forschungen an der Universität in Herfortshire. Dort werden Roboter gebaut, die ihren “Körper” wechseln können. Sie übertragen ihre programmierte Persönlichkeit von einer Maschine auf die andere und helfen so an unterschiedlichen Stellen im Haushalt. Der Roboter soll sich sozial verhalten können, zum Beispiel Abstand halten, wenn man müde ist, und zwischen verschiedenen Menschen unterscheiden. Die Wissenschaftler nennen ihn daher auch “companion”, das bedeutet Begleiter oder gar Lebensgefährte. Das Zusammenleben stelle ich mir schwierig vor: Kaum hat man die Brotschneidemaschine geküsst, springt das Robotergehirn schon ins Bad, ins Kloputzgerät. Von dort erledigt es die Einkäufe, druckt schnell ein paar Rechnungen aus, kehrt kurz zum Mülltrennen in die Küche zurück – und man selbst weiß gar nicht mehr, wo dem Roboter der Kopf steht bei so vielen Körpern


Bruderkuss

Montag, 22. Juni 2009

Wenn sich zwei Männer küssen, dann ist das für die meisten ganz normal, für andere leider immer noch nicht akzeptabel, für die Vertreter der Ostblock-Staaten galt der sozialistische Bruderkuss als öffentliche Bekundung von Verbundenheit, so etwa das innige Verschmelzen des Vorsitzenden der KPdSU Leonid Breschnew mit DDR-Staatschef Erich Honecker im Jahr 1979.
bruderkuss-mauerbildJetzt hat in Berlin der Maler Dmitri Vrubel sein Mauer-Gemälde des historischen Ereignisses restauriert, die gesamte “East Side Gallery” soll bis zum 20jährigen Jubiläums des Mauerfalls am 9. November 2009 erneuert werden. Aber um zum Küssen zurückzukommen. Es dient nicht immer der Lust und Erotik, sondern hat auch andere Funktionen. So küsste Papst Johannes Paul II., wenn er ein neues Land betrat dessen Boden, um es zu segnen. Gläubige küssen zum Zeichen der Verehrung den Ring des religiösen Oberhaupts. Die Ungarn begrüßen sich gerne mit dem Satz “csókolom” (ich küsse; Abkürzung der Formel “Küss die Hand”). Mafiosi gelten als dem Tode geweiht, wenn der Pate sie küsst. Lesben begrüßen sich durch einen so genannten Schwesternkuss und demonstrieren so Gemeinschaft. Hier noch ein Terminhinweis zum Thema: Am 6. Juli ist der Tag des Kusses. Wer sollte endlich mal wieder wen küssen?


Sextalk

Sonntag, 21. Juni 2009

Jeder Lebensbereich braucht die richtige Wortwahl, auch der Sex. Und so entstehen hier und da eher fragwürdige Neologismen, wie die “Lochschwagerschaft“. Xifan Yang erklärt diesen Begriff auf Jetzt.de. Wie auch andere Leserinnen, hab ich erst überlegt, was denn bitte eine Lochschwangerschaft sein könnte (schwanger nach Verwendung eines löchrigen Kondoms; schwanger ohne Gebärmutter; schwanger geworden in einer eigentlich unfruchtbaren Phase …?). Nein: loch-verschwägert sind Männer, die mit der gleichen Frau Sex hatten. Statt Loch könnte man im Übrigen korrekterweise “Vagina” sagen. Das lernen wir von der Autorin Mithu M. Sanyal, die in ihrem Buch “Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts” das weibliche Sexualorgan verbal ausdifferenziert – innen Vagina, außen Vulva, “es würde ja niemand Hoden sagen, wenn er einen Penis meint”, sagte sie im taz-Interview. Verblüffend ist doch, dass man bei Frauen diese Fehlbezeichnung hinnimmt.” Der Vulva wurden übrigens sehr lange Kräfte nachgesagt: Sie könne den Teufel, in Russland gar Bären vertreiben.


Von Atlanten und Kondomen

Mittwoch, 17. Juni 2009

Das Deutschlandradio erinnert heute an den vor vierzig Jahren erschienenen Sexualkundeatlas, der die Aufklärung in den Schulen modernisieren sollte. Die erste Auflage war schnell ausverkauft, der Bedarf war also da. Dennoch kritisierte etwa die Wochenzeitung DIE ZEIT damals, dass die Publikation die “Menscherzeugung” als Teil eines technischen Produktionsprozesses darstellte: “Operation gelungen — Patient verstorben. Welcher Patient? Gott Eros selber.” Der Atlas brach Sexualität auf biologische Tatsachen herunter, Sex selbst kam kaum vor, Onanie schaffte es auf zweieinhalb Zeilen. 

Ist das heute so anders? (weiterlesen…)


Mal theatralisch sein

Montag, 15. Juni 2009

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In Berlin hängen zur Zeit diese Plakate. Sie werben für ein Theater, die Schaubühne. Aber sie machen auch darauf aufmerksam, dass Theatertexte voller wahnsinniger, kitschiger, einfacher, verrückter und vor allem zitierfähiger Liebeserklärungen stecken. Die Schaubühne bedient sich bei Friedrich Schillers “Die Räuber” (ziemlich direkte Anmache), bei David Gieselmanns “Die Tauben” (scheinbar direkt, aber eigentlich naiv-spielerisch) und bei Tennessee Williams “Endstation Sehnsucht” (ein klarer Fall von fishing for compliments). Leider sehen die Schauspieler nicht besonders verliebt, sondern eher wie die neutral oder gänzlich leer blickenden Kultporträts des deutschen Fotografen Thomas Ruff aus. (weiterlesen…)


Schön, blöd und gut

Samstag, 13. Juni 2009

Die Meldung des Tages: Wie wirken schöne Frauen auf intelligente Männer? Richtig: verblödend. Gilt umgekehrt interessanterweise nicht. Fand jedenfalls die Universität Nijmegen (Niederlande) heraus.

Und hier noch etwas Werbung in eigener Sache aus fremder Hand, nämlich bei Scoolz.


Streik!

Freitag, 12. Juni 2009

Wer zur Schule geht oder zur Uni, der darf nächste Woche streiken! Also zuhause bleiben und schwänzen, oder vor den Toren des Hauptgebäudes stehen und Flugblätter verteilen. Nächste Woche ist nämlich großer Streik angesagt, in Schulen und Universitäten, bundesweit. Worum geht es? Natürlich um die Studiengebühren, die abgeschafft gehören, aber auch gegen die abnehmende Qualität von Unterricht und Studium oder die Wiedereinführung kleinerer Klassen. Hingehen, mitmachen, berichten. Es sind auch einzelne Aktionstage geplant, in Berlin zum Beispiel am 17. Juni.

In Kalifornien überlegt Governor Schwarzenegger währenddessen, Schulbücher abzuschaffen und Schülerinnen und Schüler mit feschen E-Books auszustatten. Spart Papier und Mühe, die Ranzen sind nicht mehr so schwer, und der freie Zugang zum Wissen der Welt wäre mit Blick auf die Zukunft gewährleistet. Natürlich regen sich Leute aus der alten Welt über diesen Vorschlag auf. Mercedes Bunz berichtet (auf englisch, aber das könnt ihr ja).

Währenddessen in Zürich: Dorothea Diekmann, die heißt wirklich so, fordert eine neue, bessere erotische Literatur! Dabei ist Anna Blumbach gar nicht so schlecht.

Und was hat das alles mit Liebe zu tun? Sagt ihr’s uns!


Lisa sagt

Donnerstag, 11. Juni 2009

Sibel sagt, dass alles so falsch wirkt hier. Sie meint, das wär alles ausgedacht und stimmt überhaupt nicht. Stimmt aber gar nicht. Nur ein bisschen vielleicht. Ich schreibe das hier ja nicht allein. Irgendwann mal darf ich allein schreiben, aber jetzt werde ich noch “betreut”. Klingt wie “therapiert”. Diese Woche ist nicht viel passiert. Das Wetter nervt voll. Man kann nicht ins Freibad, man kann höchstens im Center rumhängen, aber das nervt mich auch gerade. Emma habe übrigens nicht gesehen. Emma ist aber wieder da. Voll para, irgendwie. Das war nämlich gar nicht auf mich bezogen, was sie da abgezogen hat. Die hatte einfach keinen Bock mehr auf Facebook, so allgemein, und hat sich abgemeldet, BEI ALLEN. Wenn ich sie das nächste Mal treffe, werde ich mit ihr reden. Das meinte auch Sibel, dass ich das tun soll. So, Schluss für heute. Versucht nicht, mich zu finden. Love, L


Prinzessin Vierender

Mittwoch, 10. Juni 2009

Gästezimmer