Archiv für die Kategorie „Nachher“


Luis sagt

Dienstag, 15. September 2009

Die männliche Sexualität ist schon irgendwie geil. Am Wochenende zum Beispiel. Da bin ich mit einer alten Freundin in einer Bar gesessen. Alt wie in: Kenn ich schon seit Jahrzehnten. Die war auch mal kurz hinter mir her, aber es ist nichts gelaufen damals, und das ist auch schon unendlich lange her. Jedenfalls hat sie jetzt Probleme mit ihrem Typen. Der hat sie ordentlich betrogen mit einer anderen. Und am Samstag jedenfalls heult sie und klagt sie mir stundenlang die Ohren voll, und ich höre auch brav zu, und nicht nur weil man das so macht, als Freund und Gentleman, sondern auch weil ich sie mag und ihr gern mein Ohr leihe, besonders in so einer Situation. Aber was ist, gleichzeitig läuft so eine Gedankenspur mit, die ganze Zeit über, ob ich da nicht noch näher ran und ob vielleicht noch was läuft heute Nacht. Männliche Sexualität! Einfach nur geil manchmal. Habe dann Sonntag in der Badewanne auch ziemlich darüber ablachen müssen. Über mich so. Wer’s noch nicht geschnallt hat: Es ist natürlich nichts gelaufen, und das ist auch gut so. Tatsächlich hat die Gute noch ein Problemtelefonat mit ihrem jetzt Ex-Typen geliefert, und das Sonntagmorgens um 5. Weibliche Sexualität, auch nicht schlecht.


Melancholie 1

Sonntag, 6. September 2009
melancholie_eins

Gibt es mehrere Melancholien?


Lisa sagt

Freitag, 14. August 2009

Hey, Mist, jetzt fühle ich mich tatsächlich beobachtet. Jetzt kann ich nichts mehr schreiben hier ohne direkt von Jules eine Antwort zu bekommen. Bloß weil SIE herausgefunden haben, wer Jules ist. Oder Jules SIE direkt angeschrieben hat. Ich weiß allerdings auch gar nicht, was der Typ jetzt will. Und ich weiß nicht genau, was ich dazu sagen soll. Entweder es ist so eine Harry und Sally Geschichte zwischen uns oder nicht. Der muss sich einfach nur entscheiden. Ansonsten kann er mich mal.

So langsam schiebe ich Paras. Ich bin gerade mal 15, aber komm mir schon vor wie in einer dieser Erwachsenenfilme, die Mam immer guckt. Ich hab da so einen Typen kennengelernt – hey, Jules, liest du das, es gibt auch andere! Jedenfalls war das auf so einer Balkonparty draußen am Park. Wir haben echt stundenlang da gesessen und gelabert. Und dann hat er mich nach meiner Telefonnummer gefragt. Und dann haben wir uns in einem Café getroffen und eigentlich wollten wir heute rumziehen. Dann ruft er an und meint, er hätte es sich anders überlegt. Es war ganz schön gewesen, in dem Café, aber er hätte da ein paar Gedanken gehabt und Vibes und jetzt könne er sich halt nicht mehr mit mir treffen. Das klang wie so eine Absage auf eine Bewerbung irgendwie. Doofe Welt.

Versucht nicht mich zu finden. Ich gehe sowieso nicht mehr raus erstmal. Eure Lisa


Jules sagt

Mittwoch, 5. August 2009

Bisher hab ich mich ja rausgehalten. Bisher hat Lisa hier gequatscht. Frauen quatschen ja immer sehr gerne. Vor allem über uns Typen. Ich fand es daher auch ganz interessant, was sie da so über mich geschrieben hat. Denn ich respektiere sie total. Sie kennt meine Abgründe und ich ihre. Oft hab ich sie nach Parties auf dem Gepäckträger nach Hause gefahren und bin dann einfach mit in ihr Bett gekrochen. Gute Freunde eben. Ich weiß, einige Leute sagen, das kann nicht sein. Die denken, wir sind seit Jahren undercover zusammen. Aber bisher war da nix, wirklich. Vor allem, weil Lisa ja immer in irgendwelche Blondies verliebt ist, die sie im Freibad trifft. Und weil ich eine Freundin hatte. Aber jetzt bin ich solo. Und ich mag Lisa. Nach unserer ersten richtigen Nacht ist jetzt alles so komisch. Ich wusste nicht, dass ich so drauf sein kann. Auf Lisa hab ich keinen Bock mehr, aber ich brauche sie, als meine beste Freundin. Also hab ich eigentlich doch Bock, sie zu treffen. Was soll ich machen?


Schade, verpasst

Donnerstag, 30. Juli 2009
Fuck Me Now & Love Me Later

Fuck Me Now & Love Me Later


Ich liebte einen Popstar

Montag, 29. Juni 2009

Wir leben im 21. Jahrhundert, und das merkt man auch daran, dass man vom plötzlichen Tod sehr berühmter Menschen nicht mehr durch die Zeitung, die Tagesschau oder erst am nächsten Tag auf dem Schulhof erfährt, sondern quasi direkt und live im Internet. Wir vom Blog jedenfalls haben es zuerst über Facebook erfahren (nachts um ca. halb eins). Mittlerweile ist Jacko natürlich überall am Start, erst recht auf vielen Blogs – Betabuzz hat den Überblick, Franzi hat sogar Geld verdient damit, das oder der Bildblog hat schön die ersten Stunden des Chaos dokumentiert und auch der Shredder Blog fasst noch mal einiges zusammen.

Mit Jacko wollen wir uns also nicht lang aufhalten. Nur so viel noch:  Er war nicht nur der King of Pop, weil er so gut tanzen konnte und die Musik gut war. Sondern auch, weil er es geschafft hat, zwei Jahrzehnte lang immer wieder Kids und Teenies für sich zu begeistern. Bis er es zu bunt und durchschaubar gemacht hat – und Opfer seiner eigenen Arbeit, auch der Arbeit an sich wurde.

Zum Thema “Liebe zu einem Popstar” morgen mehr.