Archiv für die Kategorie „Unverhofft“


Liebe morgen

Freitag, 18. September 2009

Liebe ist sanft wie eine Wolke, findet Lenny Kravitz. Sven Hillenkamp fand neulich im Tagesspiegel, dass die Liebe stirbt. Ein sehr guter Artikel, wie wir finden, aber die darin steckende Wahrheit hat noch nicht jeden und jede erreicht. Reste, Spuren von Romantik spuken noch allenthalben durch unsere Köpfe. Und vielleicht ist das auch besser so. Es muss sich ja nicht immer so übel ausnehmen wie bei Uhutrust.

Auf dem Flohmarkt gab es neulich die gekürzte Ausgabe von “Über die Liebe” von Stendhal. Für 30 Cent. Stendhal, ist das nicht eine Hansestadt in der Altmark? Ja, richtig, nach der hat sich der französische Schriftsteller Henri Beyle benannt (die Stadt schreibt sich ohne h). Der lebte im 19. Jahrhundert. Wir werden hier immer mal wieder aus dieser “Buchgemeinschafts-Ausgabe” zitieren. Heute zum Beispiel das:

“Die Liebe zweier Liebenden ist fast nie die gleiche.”

Oder das:

“Die Liebe ist wie ein Fieber, das zwei Menschen gleichzeitig befällt. Wer von beiden zuerst gesundet, den langweilt der andere grässlich.”

Verstorben ist übrigens Mary Travers von Peter, Paul & Mary. Das ist die Frau unter dem Herzen auf dem Foto hier. Das Ende der Liebe ist nah.

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Brauch dich heute Abend

Montag, 14. September 2009

Wie versprochen, behandeln wir in dieser Folge der beliebten Reihe “Sex im Pop” den australischen Sänger Michael Hutchence, der sich mutmaßlich beim Onanieren tödlich stranguliert hat, und zwar 1997. Ja, die Welt ist seltsam, und die Wege der Herren oftmals unergründlich. Beklagen konnte sich Hutchence eigentlich nicht. Er hatte Popsängerinnen (Kylie!), dänische Models und die Exfrau eines anderen Popstars im Bett. Paula Yates hieß die Dame, war die Ex von Sir Bob Geldof und eine in England gehassliebte, sehr bekannte Moderatorin, die ihm, wie man so bescheuert sagt, 1996 auch die Tochter Tiger Lily schenkte. Nach Hutchence’ Tod versank seine Witwe in Depressionen. Im September 2000 kaufte sie sich drei Flaschen Schnaps und verschwand, bis man ihre Leiche fand. Tiger Lily wächst jetzt mit den Kindern von Sir Bob auf. Tja, tragische Geschichte.

Und Michael Hutchence war tatsächlich auch mal mit Kylie zusammen, und zwar zur Zeit der Wende, nämlich von 1989 bis 1990. Zu Kylie beim nächsten Mal mehr. Hier unten sehen wir das Video von Hutchence’ Band INXS, in dem er auf auffallende Art Werbung für Geschlechtsverkehr macht. Vor der Verwendung von Bademantelgürteln sei an dieser Stelle noch einmal nachdrücklich gewarnt.


Personalitätscheck

Freitag, 4. September 2009

Das Netz weiß mehr über dich, als du denkst. Jetzt kannst du auf Personas dein digitales Persönlichkeitsprofil anschauen. Das Programm durchsucht das Internet auf deinen Namen, schaut, in welchen Zusammenhängen du auftauchst, und geriert daraus eine bunte Themen-Leiste, die anzeigt, “wie das Internet dich sieht”. Das Ganze ist ein Kunstprojekt von Aaron Zinman für das MIT Museum und lässt sich leicht bedienen: deinen Namen eingeben, Entertaste drücken, fertig. Ziemlich unheimlich, aber grafisch sehr hübsch. Schade, dass man das Profil nicht abspeichern, twittern oder emailen kann. Schade, dass es keine Textzusammenfassung gibt. Und schade, dass nur die englischen Namensspuren durchsucht werden? Nein, das ist doch auch mal ganz gut. Auf Deutsch unsichtbar sein. PS: Wer alle seine Surfspuren verwischen will, kann dies mit JAP tun.


Liebesgrüße vom Feldsalat

Mittwoch, 19. August 2009
Ein Herz für Pflanzen

Ich habe gekocht und auf einmal klebten zwei traute Blätter am Schrank. Eine subtile Botschaft meiner Küche? (c) NR


Macht Facebook eifersüchtig?

Sonntag, 9. August 2009

Unsere Gehirne verändern sich durch das Internet. Da reden die einen, zum Beispiel der Direktor eines Forschungsprojektes zur Digitalisierung an der Universität Salamanca, Joaquin Rodríguez, davon (nicht der gleichnamige Radrennfahrer), dass wir “bi-textuell” werden sollten. Wir müssten sowohl der Kulturtechniken des analogen als auch des digitalen Lesens fähig sein. Die anderen, zum Beispiel der Autor Nicholas Carr, überlegen, ob Google uns dumm macht: weil wir zwar theoretisch alles wissen können, aber im Überfluss der Informationen verloren gehen und dann eben gar nichts wissen. Nun haben drei kanadische Wissenschaftler aus Ontario durch die Befragung von 380 Studentinnen und Studenten herausgefunden, dass sich auch unsere Gefühle durch das Netz verändern. Genauer gesagt: Facebook erzeugt Eifersucht. Zu lesen ist die Studie in der Zeitschrift CyberPsychology & Behaviour. Je häufiger und länger jemand Facebook nutzt, desto größer ist die Chance, dass er oder sie aufgrund von auf Facebook geposteten Informationen eifersüchtig wird. Was tun? Mehrere Möglichkeiten bieten sich an:

- auf Facebook nicht öffentlich flirten, sondern nur über private Nachrichten mit jemandem anbandeln
- für Verabredungen den Chat benutzen, nicht das Wall-to-Wall-Gespräch
- den Freund, die Freundin aus der “Freundesliste” streichen
- Exfreunde und -freundinnen ebenfalls

Oder: weniger Zeit auf Facebook verbringen. Sondern den echten Freund, die echte Freundin in echt treffen. Das ist den meisten Menschen sowieso noch am liebsten.


Penisse aus Gummi

Sonntag, 26. Juli 2009

Ja, die gibt es wirklich. Gesehen im “fruchtgummi design”-Laden im Mainzer Hauptbahnhof. Kostenpunkt 4,95 Euro für 500 Gramm. So hat man immer ein Gummi zur Hand. Ok, schlechter Witz. Noch schlechtere bitte melden.

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Völlig losgelöst

Dienstag, 21. Juli 2009

Heute begeben wir uns mal in andere Dimensionen. Sex ist, so könnte man in Anlehnung an die aktuelle Erinnerungsdebatte um die Mondlandung behaupten, wie eine Exkursion auf einen anderen Himmelskörper, bloß ohne Raumanzug und mit mehr Sauerstoff. Anders gesagt, besser gefragt: Sind wir Menschen wie Planeten, die sich im All umkreisen? Braucht der Mann im Mond eine Frau im Mond? Denn bisher war, abgesehen von der Astronautin Friede Welten in Thea von Harbous Roman, der 1929 von ihrem Mann Fritz Lang verfilmt wurde, noch kein weibliches Wesen oben. Daher weiß man noch nicht so genau, wie das dort mit dem Sex funktioniert – auch wenn die NASA, wie die Welt berichtete, im Jahr 1996 zwei Testpersonen schwerelosen Geschlechtsverkehr hat probieren lassen. Sie empfanden vier von zehn ausgewählten Stellungen (diese hatte vorher eine Computersimulation für geeignet erklärt) als gelungen.

Aber man kann sich eine Mondlandung neuerdings auch zu Hause simulieren und beim Abheben echt astronautische Liebesworte sprechen, etwa den Twitter-Feed vorlesen, der den Funkverkehr bei der Mondlandung der Apollo 11 vor 40 Jahren wiedergibt. Die kanadische Comedy-Truppe The Wine Kone hat sich in einer Frage an den amerikanischen Raumfahrer Mark Polansky konkret überlegt, wie Sex in der Schwerelosigkeit aussehen könnte: In ihrem poetischen Fragenkatalog ergießt sich eine Milchstraße in ein schwarzes Loch und die Raumfahrer erfreuen sich an “Space Bunnies”. Körperflüssigkeiten würden sich aber, so behaupte ich hier mal rein basis-physikalisch, im All eher nicht ergießen, sondern in einer kompakten Entität herumschweben. So wie der Staub, den man hier in einer restaurierten Originalaufnahme der NASA sieht.


Sperma

Mittwoch, 15. Juli 2009

Heute sind wir mal kurz ein bisschen eklig. Einerseits haben britische Wissenschaftler herausgefunden, dass man Sperma auch künstlich herstellen kann – für die Reproduktion sind Männer also künftig überflüssig. Andererseits haben Forscher aus Chicago, USA, erwiesen, dass Sex für die Evolution enorm wichtig ist – die Mischung der Gene hält die Immunabwehr fit. Das nennt man die “Parasiten-Hypothese”.

Um Sperma geht es natürlich auch im Sperma Forum. In den Kommentaren stehen Sätze wie “Hallo Melanie, ich bin die Erika, 59 Jahre alt und schlucke den Samen meines Mannes schon seit vielen Jahren.” Auch sonst ist es sehr informativ da. Das Sperma Forum gibt sich bewusst gesundheitlich, deshalb läuft es auch nicht unter Porno, sondern unter dem grünen Band der Medizin und Beratung.


Lisa sagt

Dienstag, 14. Juli 2009

Hallo, hier ist Lisa. Ich weiß grad nicht, wo ich anfangen soll. Im Moment jedenfalls ist wieder ein ziemliches Durcheinander am Start. Also, da gibt es diesen Typen, nennen wir ihn Jules (Name von Lisa geändert!). Den Jules kenn ich mittlerweile schon lang, genau genommen seit fast 5 Jahren! Und der ist inzwischen ein echter Freund so, für mich. Am Tag, als wir uns kennen lernten, haben wir gleich rumgemacht – weiß nicht, ergab sich eben so. Dann war ich etwas scharf auf ihn, aber er hatte noch ne Freundin irgendwo in Hannover und überhaupt und so, wir haben uns dann geeinigt, Freunde zu bleiben. Und die wurden wir tatsächlich auch. Könnt ihr euch das vorstellen?

Jedenfalls ist die Freundschaft echt gut und sie ist mir echt total wichtig. Aber ich war auch immer mal wieder scharf auf den. Aber es ist nix passiert, bis diesen Winter… Ach herrje, schon wieder ein halbes Jahr her… Und ich mein, da ist dann so richtig was passiert. Alles so, Übernachtung inklusive. Sogar der nächste Morgen war schön. Wir haben gut gefrühstückt und es dann nochmal gemacht.

Ach Gott, jetzt soll ich mich wieder kurzfassen, dabei ist fast noch gar nichts passiert! Der wesentliche Rest der Geschichte kommt noch, Leute. Also seid gespannt aufs nächste Mal, und versucht nicht, mich zu finden!

Love, Lisa