Archiv für die Kategorie „Vorher“


Fragen der Zeit

Samstag, 26. September 2009

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Sextypen: Der Romantiker / Die Romantikerin

Donnerstag, 16. Juli 2009

Der romantische Liebhaber ist besser als sein Ruf. Er hat seinen weniger romantischen Kollegen vor allem voraus, dass er Zeit besitzt. Er muss nicht nach sieben Monaten nach einer Neuen suchen. Ein weiterer Vorteil: Der Romantiker muss keine Pseudo-Männlichkeit beweisen. Bei ihm wird man nicht im Eifer des Gefechts mit einer gewissen Monotonie mit dem Kopf gegen die Wand gewippt werden. Er klatscht einem auch nicht mit den Händen auf die Pobacken, weil er zu viele Pornos gesehen hat. Nein, der Romantiker ist sanft. Einfühlsam. Der Romantiker will verschmelzen, mit dir, mit der ganzen Welt eigentlich. Er schaut dir beim Sex in die Augen. Er will, dass das Licht ausbleibt, weil er dich dann besser fühlen kann. Er flüstert dir zwischendurch ins Ohr, ob es dir gefällt. Er schläft auch mit dir, wenn du deine Tage hast. Denn das findet er ganz natürlich. Der Romantiker hat Sex mit dir, weil er dich sehr liebt.

Aber aufgepasst! Der Romantiker kann auch schrecklich nerven. Im Bett und außerhalb. Denn der Romantiker ist grenzenlos. Immer, in jeder Sekunde will er dich sehen, sprechen, dir nahe sein. Das ist am Anfang schön, doch kann es irgendwann sehr nerven. Und manchmal redet der Romantiker beim Sex einfach viel zuviel, weil neben der körperlichen auch noch sprachliche Nähe hergestellt werden muss. Mit einem Romantiker kommst du gut klar, wenn du Witz in die Sache bringst. Scherze beim Sex lassen ihn verstummen. Und dann ist er ganz wunderbar.

Die romantische Liebhaberin ist noch viel schlechter als ihr Ruf. (weiterlesen…)


Liebe geht durch den Magen

Freitag, 10. Juli 2009
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Schmacko! (c) NR

Was so aussieht wie Ravioli mit Tomatensoße, nur etwas aufgehübscht, ist es auch. Die Dose verspricht allerdings vieles: “hot love, spicy passion, tender hearts, desire, top quality kisses, pleasure, harmony, cultural conditioning, pure love essence, bliss”. Wenn mir jetzt noch jemand erklären könnte, was kulturelle Konditionierung ist? Dem Bild nach zu urteilen, verwandelt man sich vor einem Riesenstiefmütterchen in ein Pop-Art-Latinopaar. Wer’s ausprobieren will: Die Pyramide steht in Berlin bei “Klötze & Schinken”, Bürknerstr. 12.


Unsexy Mode

Dienstag, 7. Juli 2009

In Thermounterwäsche kann man wahnsinnig viel Spaß haben, beim Ausdruckstanz mit verstauchtem Fuß, beim Skifahren im Stil “Bikini-Gaudi” und beim indischen Ballett. Aber auch in der folgenden Winter-Geschichte spielt diese besondere Bekleidung eine Hauptrolle:

Wir hatten uns auf einem Konzert in einem winzigen Club kennen gelernt: er auf der Bühne mit einem Bass in der Hand, ich unten im Publikum. Ich war gerade von einem Auslandssemester in New York zurück und fühlte mich deshalb großartig. Irgendwie weltgewandter als vorher. Ich trug die Mode der New Yorker Mädchen, kurze Röcke und T-shirts mit Aufdruck, heute Abend eines, auf dem “What about you?” stand. Ich war recht cool, gefühlsmäßig. Er auch.

Er spielte mit seiner Band schnelle, rockige Songs mit italienischen Texten. Je länger die Jungs spielten, desto länger schaute er mich auch an. Auf die Buchstaben auf meiner Brust. Auf meine Beine in dem kurzen Rock, und zwischendurch, ganz nachdenklich, in mein Gesicht. (weiterlesen…)


Gugelitis

Samstag, 4. Juli 2009

Soll man sein Date vorher googeln? Interessante Frage, die von der dubiosen Kolumnistin Sophie Andresky (ihr letztes Buch heißt tatsächlich “Vögelfrei”! Ächz! Aber: Amazon-Verkaufsrang: 8 – die Mädchenmannschaft hat hier ein anderes Buch rezensiert, Andresky kommt in den Kommentaren aber auch vor) im Cosmopolitan gestellt, vom Zimmermädchen kürzlich aufgegriffen und von ihrer Blogcrowd nicht wirklich hinreichend beantwortet wurde… Aber wir wissen es auch nicht.

Oder doch… Jedenfalls ist Googeln ja eine Art Volkssport geworden. Man googelt also sowieso. Warum also eine Frage der Moral daraus machen? Interessant wird es erst, wenn man anfängt, dass ergugelte Wissen anzuwenden… Aber seien wir mal ehrlich: Bis auf Blogger, sonstige Schreibende und Menschen aus der Öffentlichkeit sind die meisten immer noch unsichtbar in der digitalen Welt.

Außerdem: Witziger ist ja die Frage, ob man so spionagemäßig über Google den Namen von jemanden rausbekommen kann. Du lernst zum Beispiel jemanden kennen. Ein hellblondes Mädchen mit Brille. Du redest etwas mit ihr, dann verschwindet sie wieder in der Anonymität der Großstadt. Du hast nichts. Du weißt nicht, wie sie heißt, du hast natürlich auch nicht nach ihrer Nummer gefragt. Du weißt jetzt nur: Den Ort des Kennenlernens. Dass sie neu in der Stadt ist. Du weißt von zwei Bands, die sie mag. Und der dritten, auf dessen Konzert du sie angesprochen hast. Wirst du sie mit dieser dünnen Infolage ergoogeln können?

Wohl kaum, oder?


Sex Sex Sex

Mittwoch, 1. Juli 2009

Eigentlich wollten wir heute eine Reihe zu “Sex in der Popmusik” starten, und mit einem Lied der Gruppe Hans-A-Plast eröffnen. Der heißt jedenfalls “Sex Sex Sex” und hat u.a. die Zeilen “Mehr Busen, mehr Arsch, Deutschland erröte” und “Wir stopfen euch den Hals mit Sex, Sex, Sex.” Der Song ist übrigens von 1981! Ein Video gibt es dazu aber leider nicht!

Gefunden haben wir stattdessen folgendes:

Werbung für Kondome. Auch nicht schlecht. Was wir auch hätten machen können – Lisa über die Magie sprechen lassen, nach der auch die Münchenerin vergeblich sucht. Aber Lisa hat ab heute Ferien. Aus denen meldet sie sich vielleicht morgen.


Ich bin hässlich

Mittwoch, 17. Juni 2009

Der Wecker klingelt. 6.30 Uhr. Der erste Gang führt auf die Waage. Der Zeiger schnellt auf 60,5 Kilo. Da gibt es für Kim nur eines: Noch einmal drauf steigen, sich am Waschbecken festhalten und so lange balancieren, bis sie mit ihren 161 Zentimetern irgendwie unter der 60 Kilo-Marke bleibt. Beim Duschen stellt sie dann fest, dass der linke Busen schneller wächst als der rechte. Auch die Pickel vermehren sich unverhältnismäßig. So demoralisiert über den eigenen Zustand möchte sich Kim am liebsten wieder ins Bett legen, eine Tafel Schokolade verschlingen und Dauerwerbesendungen gucken. Aber das ist selbstverständlich keine Lösung. Die Pickel würden nur noch schlimmer und die Hosen noch enger.

Objektiv gesehen, sind nur ungefähr 15 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Das mag zwar für Gesundheitspolitiker erschreckend klingen, bedeutet im Grunde aber, dass sich 75 Prozent keine Sorgen machen müssen, aus dem Rahmen zu fallen. Es ist sowieso umstritten, bei Jugendlichen den Body-Mass-Index anzuwenden, denn der ist nur für über 18-Jährige halbwegs zuverlässig.

Wer gibt Kim also das Selbstbewusstsein zurück, das sie mit jeder Chipstüte, jedem Kinobesuch samt Popcorn und jeder geschwänzten Sportstunde Stück für Stück verloren hat? (weiterlesen…)


Liebesnest

Sonntag, 14. Juni 2009

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