Artikel-Schlagworte: „Buch“


Ich will dich aufsexen

Donnerstag, 27. August 2009

Guten Tag. Diese neue Folge unserer Reihe “Sex im Pop” behandelt eine Boygroup, die nie über ihre ersten zwei Hits rausgekommen ist. Der erste hieß “I Wanna Sex You Up” und wer zuerst weiß, wie der zweite Hit hieß, kann ein Buch gewinnen. – Übrigens sind Wham! mal mit Color Me Badd aufgetreten. Um Michael Hutchence, der sich mutmaßlich beim Onanieren selbst stranguliert hat und dabei umkam, geht es dann beim nächsten Mal.

Color Me Badd – I wanna sex you up


War das jetzt der Orgasmus?

Samstag, 25. Juli 2009

Der weibliche Orgasmus ist, im Gegensatz zum männlichen, bisher recht unkartografiertes Gelände. Heike Faller bemüht im aktuellen SZ-Magazin sogar ein Diktum des Psychoanalytikers Sigmund Freud: “Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten mag, lautet: Was will die Frau?” Also spürt die Journalistin in ihrem Artikel (leider nicht online) dem aktuellen Forschungsstand zu “pink Viagra” nach. Diese Luststeigerungspillen für die Frau sollen frühestens 2010 auf den Markt kommen.

Aber macht eine Tablette wirklich “Lust auf mehr”, fragt die Mädchenmannschaft? Und geht es wirklich darum? Immer besser, immer schneller, immer toller zu kommen? Wir Liebeserklärer finden das viel zu stressig, viel zu gehetzt, und sagen in unserem Buch: Bleibt locker. Genießt alles. Auch das Langsame. Und auch Pannen sind völlig ok. Sonst geht es euch nachher so wie den Berliner Lesebühnen-Autorinnen und -Autoren in “Von Spaß war nie die Rede” (Satyr Verlag, 2009). In ihrem Blog auf ZEIT ONLINE verfasste auch Sigrid Neudecker gerade ein Plädoyer gegen den Leistungsdruck beim Sex. Unseren Text dazu lest ihr ab dem nächsten Absatz (es geht unter anderem um Simone de Beauvoir). Wir glauben, dass Sex immer besser wird, je mehr Erfahrungen man sammelt. Das gilt für Mann und Frau, und ist daher endlich mal eine gleichberechtigte Meinung zum Orgasmus. Oder? (weiterlesen…)


Ich bin in einen Popstar verliebt

Dienstag, 30. Juni 2009

Ich bin in einen Popstar verliebt. Ich habe ihn mir mir als lebensgroßes Poster übers Bett gehängt. Und erschrecke damit meine Mutter und alle potenziellen Lover. Mich selbst hänge ich gern über das Gestänge vor der Bühne, wo ER auftritt, und kotze den Sicherheitsleuten auf die Schulter. Mit meinen Freundinnen lungere ich stundenlang vor irgendwelchen Studios, Hotels oder VIP-Restaurants herum, um IHN nur einmal kurz zu sehen. Ich reiße alle Zeitungen und Zeitschriften an mich, in denen irgendwas über IHN steht. Ich peste alle Blogs und Fanseiten voll mit Texten darüber, wie supertoll ER ist. Ich wünsche alle Krankheiten denen an den Hals, die das nicht so sehen. Vielleicht schlafe ich mich zu ihm hoch, vielleicht schaffe ich es über den schmierigen Manager, aber ich habe mir von den anderen Girls schon einige Tricks abgeschaut, wie ich besser an IHN herankomme. Und eines Tages sind wir beiden allein in seinem dunklen Tourbus, an den ich schon viele kleine Post-its mit Liebesschwüren geklebt habe. Meine Eltern denken, ich bin etwas schräg, aber noch fahren sie mich zu den Konzerten und holen mich pünktlich wieder ab. Ich esse nichts und ziehe mich so an wie ER. Oder wie ER es gut findet. Meine alten Freundinnen haben sich von mir abgewandt, aber meine neuen stehen genauso auf IHN wie ich. Sollte ich jemals einen von denen ranlassen, die ich von der Schule oder so kenne, dann muss er so einen Style haben wie ER. (weiterlesen…)


Die erste Regel

Donnerstag, 25. Juni 2009

Vieles im Leben läuft nach Regeln ab, leider. Aber manche Regeln sind gut, sie gehören zum Leben wie das Atmen oder Schlafen. Sie sind sozusagen der Rhythmus, der dem Leben zugrunde liegt. Bei Frauen nennt man eine ganz bestimmte Regel auch Zyklus, das klingt nach “wichtig”: nach ewiger Wiederkehr, nach der natürlichen Notwendigkeit des Immergleichen. An das erste Mal des Wiederkehrenden erinnert sich jede, oder? Wie war es bei dir? Haben dich deine Eltern beraten? Hier eine wahre Geschichte: (weiterlesen…)


Sextalk

Sonntag, 21. Juni 2009

Jeder Lebensbereich braucht die richtige Wortwahl, auch der Sex. Und so entstehen hier und da eher fragwürdige Neologismen, wie die “Lochschwagerschaft“. Xifan Yang erklärt diesen Begriff auf Jetzt.de. Wie auch andere Leserinnen, hab ich erst überlegt, was denn bitte eine Lochschwangerschaft sein könnte (schwanger nach Verwendung eines löchrigen Kondoms; schwanger ohne Gebärmutter; schwanger geworden in einer eigentlich unfruchtbaren Phase …?). Nein: loch-verschwägert sind Männer, die mit der gleichen Frau Sex hatten. Statt Loch könnte man im Übrigen korrekterweise “Vagina” sagen. Das lernen wir von der Autorin Mithu M. Sanyal, die in ihrem Buch “Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts” das weibliche Sexualorgan verbal ausdifferenziert – innen Vagina, außen Vulva, “es würde ja niemand Hoden sagen, wenn er einen Penis meint”, sagte sie im taz-Interview. Verblüffend ist doch, dass man bei Frauen diese Fehlbezeichnung hinnimmt.” Der Vulva wurden übrigens sehr lange Kräfte nachgesagt: Sie könne den Teufel, in Russland gar Bären vertreiben.


Ich bin hässlich

Mittwoch, 17. Juni 2009

Der Wecker klingelt. 6.30 Uhr. Der erste Gang führt auf die Waage. Der Zeiger schnellt auf 60,5 Kilo. Da gibt es für Kim nur eines: Noch einmal drauf steigen, sich am Waschbecken festhalten und so lange balancieren, bis sie mit ihren 161 Zentimetern irgendwie unter der 60 Kilo-Marke bleibt. Beim Duschen stellt sie dann fest, dass der linke Busen schneller wächst als der rechte. Auch die Pickel vermehren sich unverhältnismäßig. So demoralisiert über den eigenen Zustand möchte sich Kim am liebsten wieder ins Bett legen, eine Tafel Schokolade verschlingen und Dauerwerbesendungen gucken. Aber das ist selbstverständlich keine Lösung. Die Pickel würden nur noch schlimmer und die Hosen noch enger.

Objektiv gesehen, sind nur ungefähr 15 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Das mag zwar für Gesundheitspolitiker erschreckend klingen, bedeutet im Grunde aber, dass sich 75 Prozent keine Sorgen machen müssen, aus dem Rahmen zu fallen. Es ist sowieso umstritten, bei Jugendlichen den Body-Mass-Index anzuwenden, denn der ist nur für über 18-Jährige halbwegs zuverlässig.

Wer gibt Kim also das Selbstbewusstsein zurück, das sie mit jeder Chipstüte, jedem Kinobesuch samt Popcorn und jeder geschwänzten Sportstunde Stück für Stück verloren hat? (weiterlesen…)


Sextypen: Der Schnacker

Dienstag, 9. Juni 2009

„Tolles Bike“, sagt er und streicht anerkennend über den Rahmen. Sie blickt auf. Der Typ kommt ihr bekannt vor. Hat er sie nicht einmal auf dem Pausenhof angelächelt? Sie steht unten bei den Fahrradständern, wollte  das Schloss aufschließen und sich auf den Nachhauseweg machen. „Und wow“, fährt er fort, „coole Klingel!” Ganz süß, der Typ, denkt sie und lächelt, ein wenig verlegen. „Du bist wohl auch hier auf der Schule“, fragt sie ihn. Und schon schieben sie ihre Räder nebeneinander vom Schulhof – weil er, wie er sagt, in dieselbe Richtung müsse.

(weiterlesen…)


Liebeserklärungen

Mittwoch, 3. Juni 2009

Wie schreibt Mia in ihrem neusten Blogeintrag?

In Liebeserklärungen bin ich eher schlecht. Nein. Halt. In Liebeserklärungen bin ich eher sehr schlecht. Von mir aus könnt ihr auch noch ein “sehr” dazwischen setzen. Ich kann es einfach nicht. Punkt.

Ihr kann geholfen werden. Hier kommen die besten Liebeserklärungen plus Anleitungen!

1. Ich liebe dich. (Der Klassiker)

2. Ich glaube, ich verliebe mich gerade in dich/ habe mich in dich verliebt. (Wenn man etwas schüchtern ist und den Klassiker nicht über die Lippen bringt. Ist eine Erfolgsformel, vorausgesetzt, was behauptet wird, stimmt. Dieser Satz heißt nämlich auch: Alle Spiele sind zu Ende, ich liefere mich aus, ich lasse alle Hüllen fallen. Von jetzt ab nur noch Hop oder Top. Ja oder Nein.)

3. Eigentlich wollte ich dir aber nur sagen, dass ich dich liebe. (Kommt immer gut, besonders dann, wenn dem Satz lange Diskussionen, Vorhaltungen, Vorwürfe voran liefen. Du hast dich seitenlang über seine oder ihre Unpünktlichkeit ausgelassen? Du hast ihn oder sie schwer zugetextet über Verantwortung, Sauberkeit, Treue, was auch immer? Schließ diesen Satz an, und dein Gegenüber weiß: Diesen ganzen Mist, die ganze Kritik machst du nur aus Liebe. Umso offener wird dein Gegenüber sein, sich über die Kritik von vorher Gedanken zu machen.)

4. Ich liebe dich, habe ich dir das heute schon gesagt? (Variation des Klassikers für eine schon länger andauernde Beziehung)

5. Statt Worte: selbstgebrannte CDs (Bitte nicht nur Seichtes, sondern richtig gute Musik. Ideal: eine Mischung, die alle Facetten des Gefühlslebens vertont: was Lustiges, was Romantisches, was für einsame Stunden – und natürlich ein Song, der DER Song wird: „unser Lied“.)

6. Das, was ich für dich fühle, habe ich noch nie gefühlt. Aber es fühlt sich so richtig an! (Genau.)

7. Versprich mir, dass wir uns nie Tiernamen geben. Ansonsten kannst du alles von mir haben. (Bewahre deinen guten Geschmack, auch wenn du vor Liebe blind und blöd bist.)

8. Ich würde für dich mit dem Fahrrad in den Himmel hoch- und ohne Bremse wieder herunterfahren. (Originalität schadet nie.)

9. Du bist die Schönste, Klügste/ der Schönste, Klügste, der mir je begegnet ist. (Superlative kommen immer gut)

10. Ich würde auch im Regen mit dir spazieren gehen! (Was würdest du alles für ihn oder sie tun? Sprich es aus!)


Jetzt geht’s los

Montag, 1. Juni 2009

Wir haben ein Buch geschrieben. Ein Buch über Sex. Aber das Buch ist kein Porno geworden, kein Roman und auch kein Aufklärungsbuch. Es ist ein unterhaltsamer Ratgeber geworden, ein Helfer, ein Freund in Sex- und Liebesdingen. Richtig, es geht nicht nur um Sex, sondern auch um Liebe – und ja, das sind zwei verschiedene Dinge, die nur im besten Fall zusammengehen, aber lassen wir das hier erstmal. Also, wir haben ein Buch geschrieben, es heißt “Liebes-Erklärungen” und ist zum Beispiel hier erhältlich.

Und jetzt machen wir ein Blog. Warum jetzt ein Blog? Ganz einfach: Um aus der Welt des Buchs herauszukommen, zu euch, den Lesenden. Um das Thema offen zu gestalten, die Fragen zu beantworten und zu behandeln, die im Buch noch nicht beantwortet sind. Und, das ist jetzt wohl das Wichtigste, um euch zum Mitmachen einzuladen – hier könnt ihr kommentieren, mitschreiben, Fotos schicken, mitmachen, mitgestalten.

Und was wir nicht alles vorhaben! Wir werden Rubriken eröffnen, wir werden Gäste haben, die etwas aus ihrer Welt erzählen werden, wir werden uns auf ein bestimmtes Thema konzentrieren (zum Beispiel das Thema Bettlaken und wie man die Flecken wieder rausbekommt), wir werden Ausschnitte aus dem Buch posten und Texte, die es nicht ins Buch geschafft haben, und wir werden Hinweise streuen, Links setzen, Bilder posten, Verweise anbringen, Meldungen bringen, Dinge anreißen, diskutieren, uns über die schillernde Welt der Liebe lustig machen, staunen, erklären, kurz: Wir werden bloggen, was das Zeug hält! Seid dabei! Jetzt geht’s los!