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Macht Facebook eifersüchtig?

Sonntag, 9. August 2009

Unsere Gehirne verändern sich durch das Internet. Da reden die einen, zum Beispiel der Direktor eines Forschungsprojektes zur Digitalisierung an der Universität Salamanca, Joaquin Rodríguez, davon (nicht der gleichnamige Radrennfahrer), dass wir “bi-textuell” werden sollten. Wir müssten sowohl der Kulturtechniken des analogen als auch des digitalen Lesens fähig sein. Die anderen, zum Beispiel der Autor Nicholas Carr, überlegen, ob Google uns dumm macht: weil wir zwar theoretisch alles wissen können, aber im Überfluss der Informationen verloren gehen und dann eben gar nichts wissen. Nun haben drei kanadische Wissenschaftler aus Ontario durch die Befragung von 380 Studentinnen und Studenten herausgefunden, dass sich auch unsere Gefühle durch das Netz verändern. Genauer gesagt: Facebook erzeugt Eifersucht. Zu lesen ist die Studie in der Zeitschrift CyberPsychology & Behaviour. Je häufiger und länger jemand Facebook nutzt, desto größer ist die Chance, dass er oder sie aufgrund von auf Facebook geposteten Informationen eifersüchtig wird. Was tun? Mehrere Möglichkeiten bieten sich an:

- auf Facebook nicht öffentlich flirten, sondern nur über private Nachrichten mit jemandem anbandeln
- für Verabredungen den Chat benutzen, nicht das Wall-to-Wall-Gespräch
- den Freund, die Freundin aus der “Freundesliste” streichen
- Exfreunde und -freundinnen ebenfalls

Oder: weniger Zeit auf Facebook verbringen. Sondern den echten Freund, die echte Freundin in echt treffen. Das ist den meisten Menschen sowieso noch am liebsten.