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Gender Studies Overkill

Dienstag, 11. August 2009

Neulich haben zwei Frauen darüber abgelästert. Über den Studiengang und die Leute, die ihn belegen. Gender Studies. Gender Studies sind eigentlich eine gute Sache. Denn in dieser Disziplin, die oft der Soziologie, der Kulturwissenschaft oder den Geisteswissenschaften allgemein untergeordnet ist, geht es um das Verhalten der Geschlechter. Es gibt nicht nur einen biologischen Unterschied, sondern einen, der antrainiert, anerzogen, ansozialisiert wird. Männer benehmen sich nicht einfach so männlich, sondern sie verhalten sich nach vorgegebenen Mustern, die als männlich angesehen werden. Dasselbe gilt für Frauen.

Klar ist natürlich, dass Menschen, die sich sozusagen eh schon am Rand der Normalität bewegen, von diesen Theorien besonders angezogen werden. Menschen “aus der Mitte der Gesellschaft”, die sich mit anderen Worten am besten angepasst haben, sich am meisten im Mainstream der Erwartungen bewegen, interessiert das Fach nicht. Sie könnten sich entlarvt fühlen.

Interessantes Fach also. Hier ein paar Linktipps: Im Freitag geht es um feministische Frauen, die Männer mögen, in der Genderbibliothek in Berlin sind noch Plätze frei, die Achse des Guten hasst natürlich wieder alles, und jemand aus Groningen hat angefangen, Gender Studies zu studieren.


Ist Holzhacken männlich?

Freitag, 26. Juni 2009

Am 27. Juni 1969, protestierten in New York in der Christopher Street Homosexuelle zum ersten Mal gegen Diskriminierung und für gleiche Rechte, seitdem ist der CSD eine Institution im schwul-lesbischen Protest. Die Debatte um Geschlecht und Gender ist vierzig Jahre später noch lange nicht beendet. Frauen haben noch immer Schwierigkeiten, Kinder und Karriere zu vereinen, siehe auch das neue Buch von Annette C. Anton “Mädchen für alles“; These: Mädchen seien immer zu nett und kämen so nicht voran.

Aber vor allem sorgen wir uns um die Männer: Johanna Kutsche macht sich Gedanken über die Männerbewegung und beschreibt deren Suche nach “positiver Männlichkeit”. Ein Teilnehmer einer Männergruppe erzählt ihr von Männlichkeitsaktionen: “Wir veranstalten Camps in der Natur, hacken Holz, zelten, versorgen uns selbst. Da dürfen wir mal wieder richtig Mann sein.” Frauen campen auch gerne, oder? Und sehr gerne mit den Männern. Was ist also heute eigentlich männlich? Alleine sein, unter Männern? Ich glaube kaum. Katrin findet, dass das so genannte “männliche Verhalten” zu einem vom Hormon Testosteron angeheizten Konkurrenzkampf führt. Sie schlägt vor: mehr Frauen in die Führungsetagen. Das ist jetzt nicht so neu, aber das kann man immer mal wieder fordern. Stimmt ja auch. Und, was sie noch einbringt: “alle einfach menschlich sein”, dann müsste man sich nicht “in getrennten, geschlechtshomogenen Gruppen beweisen, wer am ‘männlichsten’ oder ‘weiblichsten’ ist.” Klingt einfach. Männlich menschlich und weiblich menschlich und schwul menschlich und lesbisch menschlich undsoweiter. Peace!


Heikles Thema

Donnerstag, 4. Juni 2009

Gar nicht so einfach, etwas zum Thema Rollenspiele zu finden. Gebt ihr mal Rollenspiele, Liebe, Teenies, Sex und dergleichen in eine Suchmaske ein! Aufhänger für diese Erkenntnis war dieser Artikel über ein Projekt in Berlin-Pankow. Es gibt auch ein Buch namens “Rollenspiele” und Cora-Lou, 14, hat es besprochen. Und hier wird wieder einmal über Geschlechtertausch und so diskutiert. Interessant!