Neulich haben zwei Frauen darüber abgelästert. Über den Studiengang und die Leute, die ihn belegen. Gender Studies. Gender Studies sind eigentlich eine gute Sache. Denn in dieser Disziplin, die oft der Soziologie, der Kulturwissenschaft oder den Geisteswissenschaften allgemein untergeordnet ist, geht es um das Verhalten der Geschlechter. Es gibt nicht nur einen biologischen Unterschied, sondern einen, der antrainiert, anerzogen, ansozialisiert wird. Männer benehmen sich nicht einfach so männlich, sondern sie verhalten sich nach vorgegebenen Mustern, die als männlich angesehen werden. Dasselbe gilt für Frauen.
Klar ist natürlich, dass Menschen, die sich sozusagen eh schon am Rand der Normalität bewegen, von diesen Theorien besonders angezogen werden. Menschen “aus der Mitte der Gesellschaft”, die sich mit anderen Worten am besten angepasst haben, sich am meisten im Mainstream der Erwartungen bewegen, interessiert das Fach nicht. Sie könnten sich entlarvt fühlen.
Interessantes Fach also. Hier ein paar Linktipps: Im Freitag geht es um feministische Frauen, die Männer mögen, in der Genderbibliothek in Berlin sind noch Plätze frei, die Achse des Guten hasst natürlich wieder alles, und jemand aus Groningen hat angefangen, Gender Studies zu studieren.






