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Ist Holzhacken männlich?

Freitag, 26. Juni 2009

Am 27. Juni 1969, protestierten in New York in der Christopher Street Homosexuelle zum ersten Mal gegen Diskriminierung und für gleiche Rechte, seitdem ist der CSD eine Institution im schwul-lesbischen Protest. Die Debatte um Geschlecht und Gender ist vierzig Jahre später noch lange nicht beendet. Frauen haben noch immer Schwierigkeiten, Kinder und Karriere zu vereinen, siehe auch das neue Buch von Annette C. Anton “Mädchen für alles“; These: Mädchen seien immer zu nett und kämen so nicht voran.

Aber vor allem sorgen wir uns um die Männer: Johanna Kutsche macht sich Gedanken über die Männerbewegung und beschreibt deren Suche nach “positiver Männlichkeit”. Ein Teilnehmer einer Männergruppe erzählt ihr von Männlichkeitsaktionen: “Wir veranstalten Camps in der Natur, hacken Holz, zelten, versorgen uns selbst. Da dürfen wir mal wieder richtig Mann sein.” Frauen campen auch gerne, oder? Und sehr gerne mit den Männern. Was ist also heute eigentlich männlich? Alleine sein, unter Männern? Ich glaube kaum. Katrin findet, dass das so genannte “männliche Verhalten” zu einem vom Hormon Testosteron angeheizten Konkurrenzkampf führt. Sie schlägt vor: mehr Frauen in die Führungsetagen. Das ist jetzt nicht so neu, aber das kann man immer mal wieder fordern. Stimmt ja auch. Und, was sie noch einbringt: “alle einfach menschlich sein”, dann müsste man sich nicht “in getrennten, geschlechtshomogenen Gruppen beweisen, wer am ‘männlichsten’ oder ‘weiblichsten’ ist.” Klingt einfach. Männlich menschlich und weiblich menschlich und schwul menschlich und lesbisch menschlich undsoweiter. Peace!