Artikel-Schlagworte: „Herzen“


Liebe morgen

Freitag, 18. September 2009

Liebe ist sanft wie eine Wolke, findet Lenny Kravitz. Sven Hillenkamp fand neulich im Tagesspiegel, dass die Liebe stirbt. Ein sehr guter Artikel, wie wir finden, aber die darin steckende Wahrheit hat noch nicht jeden und jede erreicht. Reste, Spuren von Romantik spuken noch allenthalben durch unsere Köpfe. Und vielleicht ist das auch besser so. Es muss sich ja nicht immer so übel ausnehmen wie bei Uhutrust.

Auf dem Flohmarkt gab es neulich die gekürzte Ausgabe von “Über die Liebe” von Stendhal. Für 30 Cent. Stendhal, ist das nicht eine Hansestadt in der Altmark? Ja, richtig, nach der hat sich der französische Schriftsteller Henri Beyle benannt (die Stadt schreibt sich ohne h). Der lebte im 19. Jahrhundert. Wir werden hier immer mal wieder aus dieser “Buchgemeinschafts-Ausgabe” zitieren. Heute zum Beispiel das:

“Die Liebe zweier Liebenden ist fast nie die gleiche.”

Oder das:

“Die Liebe ist wie ein Fieber, das zwei Menschen gleichzeitig befällt. Wer von beiden zuerst gesundet, den langweilt der andere grässlich.”

Verstorben ist übrigens Mary Travers von Peter, Paul & Mary. Das ist die Frau unter dem Herzen auf dem Foto hier. Das Ende der Liebe ist nah.

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Nahe dem wilden Herzen

Dienstag, 1. September 2009

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So heißt ein Roman von Clarice Lispector, einer brasilianischen Autorin jüdischer Abstammung, die mit ihren Eltern aus der Ukraine nach Lateinamerika kam. Er wurde 1944 veröffentlicht, als sie 23 Jahre alt war (da ihr Geburtsjahr je nach Quelle variiert, könnte sie auch erst 19 Jahre alt gewesen sein). Ein großer Kritikererfolg, aber ein Desaster für den Verlag. In dem Buch schildert sie die Sehnsüchte einer Frau in verschiedenen Lebensabschnitten, ihre traurige Kindheit, ihre Einsamkeit im Internat, ihr autonomes Denken zu Zeiten der Ehe und das genaue Hinsehen und -horchen, in sich selbst, vor allem in die Dinge. Clarice Lispector war fasziniert von der Liebe, ihrer Totalität und ihren Abgründen. Jeden ihrer berühmten Gesprächspartner, den sie 1968 für die Serie “Mögliche Gespräche mit Clarice Lispector” in der Zeitschrift “Manchete” interviewte, fragte sie darüber aus. Turmsegler zitiert einen dieser Dialoge. Ein Jahr zuvor war sie mit Zigarette zwischen den Fingern eingeschlafen und hatte ihre Wohnung in Flammen gesetzt – seitdem war ihre rechte Hand verkrüppelt und verbrannt.

Wie die beiden Fahrräder da an dem Herzschild lehnen, eine Minidemonstration zu zweit, mit Richtungsangabe (folge uns, dann wirst du sehen, was wir meinen), musste ich an den Lispector-Stil denken, an diese unheimlichen, aber auch heimlich-intimen, vor allem freien und mutigen Sentimentalitäten: “Weil ich im Grunde lieben will, was ich lieben möchte – und nicht was ist. Weil ich noch nicht ich selbst bin, und somit ist es eine Strafe, eine Welt zu lieben, die nicht sie ist. Auch, weil ich aufs Geratewohl beleidigt bin.” Das ist aus einem anderen Buch der “brasilianischen Virginia Woolf”, aus dem Erzählungsband “Die Nachahmung der Rose”. Große Gefühle. Viel zu selten, oder? Noch heute gilt Lispector als eine der wichtigsten Autorinnen Brasiliens.


Liebesgrüße vom Feldsalat

Mittwoch, 19. August 2009
Ein Herz für Pflanzen

Ich habe gekocht und auf einmal klebten zwei traute Blätter am Schrank. Eine subtile Botschaft meiner Küche? (c) NR


Pantomime mit Herz

Samstag, 20. Juni 2009

herzpumpen


Liebesnest

Sonntag, 14. Juni 2009

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