Die männliche Sexualität ist schon irgendwie geil. Am Wochenende zum Beispiel. Da bin ich mit einer alten Freundin in einer Bar gesessen. Alt wie in: Kenn ich schon seit Jahrzehnten. Die war auch mal kurz hinter mir her, aber es ist nichts gelaufen damals, und das ist auch schon unendlich lange her. Jedenfalls hat sie jetzt Probleme mit ihrem Typen. Der hat sie ordentlich betrogen mit einer anderen. Und am Samstag jedenfalls heult sie und klagt sie mir stundenlang die Ohren voll, und ich höre auch brav zu, und nicht nur weil man das so macht, als Freund und Gentleman, sondern auch weil ich sie mag und ihr gern mein Ohr leihe, besonders in so einer Situation. Aber was ist, gleichzeitig läuft so eine Gedankenspur mit, die ganze Zeit über, ob ich da nicht noch näher ran und ob vielleicht noch was läuft heute Nacht. Männliche Sexualität! Einfach nur geil manchmal. Habe dann Sonntag in der Badewanne auch ziemlich darüber ablachen müssen. Über mich so. Wer’s noch nicht geschnallt hat: Es ist natürlich nichts gelaufen, und das ist auch gut so. Tatsächlich hat die Gute noch ein Problemtelefonat mit ihrem jetzt Ex-Typen geliefert, und das Sonntagmorgens um 5. Weibliche Sexualität, auch nicht schlecht.
Artikel-Schlagworte: „Männer“
Luis sagt
Dienstag, 15. September 2009Kleine ungarische Flirtschule
Dienstag, 8. September 2009Wieso sind Anmachsprüche meist auf Männer getrimmt? Muss immer ER zuerst SIE ansprechen? Und warum ist das auf Facebook anders? (Ich rede jetzt nicht davon, dass man jetzt schon Freunde kaufen kann.) (weiterlesen…)
Gender Studies Overkill
Dienstag, 11. August 2009Neulich haben zwei Frauen darüber abgelästert. Über den Studiengang und die Leute, die ihn belegen. Gender Studies. Gender Studies sind eigentlich eine gute Sache. Denn in dieser Disziplin, die oft der Soziologie, der Kulturwissenschaft oder den Geisteswissenschaften allgemein untergeordnet ist, geht es um das Verhalten der Geschlechter. Es gibt nicht nur einen biologischen Unterschied, sondern einen, der antrainiert, anerzogen, ansozialisiert wird. Männer benehmen sich nicht einfach so männlich, sondern sie verhalten sich nach vorgegebenen Mustern, die als männlich angesehen werden. Dasselbe gilt für Frauen.
Klar ist natürlich, dass Menschen, die sich sozusagen eh schon am Rand der Normalität bewegen, von diesen Theorien besonders angezogen werden. Menschen “aus der Mitte der Gesellschaft”, die sich mit anderen Worten am besten angepasst haben, sich am meisten im Mainstream der Erwartungen bewegen, interessiert das Fach nicht. Sie könnten sich entlarvt fühlen.
Interessantes Fach also. Hier ein paar Linktipps: Im Freitag geht es um feministische Frauen, die Männer mögen, in der Genderbibliothek in Berlin sind noch Plätze frei, die Achse des Guten hasst natürlich wieder alles, und jemand aus Groningen hat angefangen, Gender Studies zu studieren.
Ist Holzhacken männlich?
Freitag, 26. Juni 2009Am 27. Juni 1969, protestierten in New York in der Christopher Street Homosexuelle zum ersten Mal gegen Diskriminierung und für gleiche Rechte, seitdem ist der CSD eine Institution im schwul-lesbischen Protest. Die Debatte um Geschlecht und Gender ist vierzig Jahre später noch lange nicht beendet. Frauen haben noch immer Schwierigkeiten, Kinder und Karriere zu vereinen, siehe auch das neue Buch von Annette C. Anton “Mädchen für alles“; These: Mädchen seien immer zu nett und kämen so nicht voran.
Aber vor allem sorgen wir uns um die Männer: Johanna Kutsche macht sich Gedanken über die Männerbewegung und beschreibt deren Suche nach “positiver Männlichkeit”. Ein Teilnehmer einer Männergruppe erzählt ihr von Männlichkeitsaktionen: “Wir veranstalten Camps in der Natur, hacken Holz, zelten, versorgen uns selbst. Da dürfen wir mal wieder richtig Mann sein.” Frauen campen auch gerne, oder? Und sehr gerne mit den Männern. Was ist also heute eigentlich männlich? Alleine sein, unter Männern? Ich glaube kaum. Katrin findet, dass das so genannte “männliche Verhalten” zu einem vom Hormon Testosteron angeheizten Konkurrenzkampf führt. Sie schlägt vor: mehr Frauen in die Führungsetagen. Das ist jetzt nicht so neu, aber das kann man immer mal wieder fordern. Stimmt ja auch. Und, was sie noch einbringt: “alle einfach menschlich sein”, dann müsste man sich nicht “in getrennten, geschlechtshomogenen Gruppen beweisen, wer am ‘männlichsten’ oder ‘weiblichsten’ ist.” Klingt einfach. Männlich menschlich und weiblich menschlich und schwul menschlich und lesbisch menschlich undsoweiter. Peace!
Schön, blöd und gut
Samstag, 13. Juni 2009Die Meldung des Tages: Wie wirken schöne Frauen auf intelligente Männer? Richtig: verblödend. Gilt umgekehrt interessanterweise nicht. Fand jedenfalls die Universität Nijmegen (Niederlande) heraus.
Und hier noch etwas Werbung in eigener Sache aus fremder Hand, nämlich bei Scoolz.






