Ein altes Sprichwort besagt, dass man nicht von “Luft und Liebe” leben kann. Wahrscheinlich hat sich ein Misantroph, ein Menschenhasser, diese Phrase ausgedacht. Er konnte es wohl einfach nicht ausstehen, dass um ihn herum glückliche Paare herumflanierten und wollte ihnen das Glücklichsein miesmachen. Dabei ist Luft kostenlos und Liebe auch, das kann sich also jeder und jede leisten. Warum fragt aber dann das Magazin Neon gerade nach dem “Preis der Liebe“? Muss man, wenn man jemanden liebt, etwas dafür zahlen, etwas hingeben, materiell oder immateriell? Höchstens sich selbst, oder? Ich finde die Frage falsch gestellt, denn Gefühle sind ja nicht kapitalistisch. Sondern eher sozialistisch. Oder kommunistisch. Sie gehören jedem und jeder. Sind unbezahlbar. Man kann auf sie nicht spekulieren, man braucht keine Investitionsberater. Das muss ja auch mal wieder gesagt werden.






