Artikel-Schlagworte: „Tod“


Ein vorläufiges Ende

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Die SZ fragte sich gestern (leider nicht online), wie man eigentlich jemanden auf Facebook beerdigt. Dabei ist das Gute am Internet doch eigentlich, dass es gar nicht beerdigen kann, dass es ein Medium des Anti-Sterbens ist. Es ist eher eine wabernde Materie, verändert sich ständig. Auch so etwas wie der Blog-Friedhof, den ZEIT ONLINE einst mit nicht mehr aktiven Blogs bestückte, war mehr ein Symbol für diese Veränderungen, denn ein Grabmal des Todes. Nur dass er mittlerweile gelöscht wurde (hier die letzte erhaltene Seite aus dem Archiv für Websites Archive).

So wird auch dieses Blog nicht sterben, auch wenn wir uns heute von hier verabschieden. Wir freuen uns, dass es dieses Liebes-und-Sex-Blog gibt und wünschen euch Leserinnen und Leser ein erfülltes weiteres Sex-Lesen auf anderen Seiten. Sagt uns doch gerne mal, was ihr gut oder schlecht fandet (waren es zu viele Texte? zu wenig? zu lang? zu kurz? zu …?; was fehlte euch, was gefiel euch?) Danke! Und Danke, Berlin Verlag!

PS: Wenn ihr uns weiterverfolgen wollt: René bloggt derzeit 100 Tage über David Foster Wallace Roman “Unendliches Glück“, Nikola über Kultur und Internet auf der Blogmacherei. Der Berlin Verlag hat auch eine eigene Blog-Adresse.


Brauch dich heute Abend

Montag, 14. September 2009

Wie versprochen, behandeln wir in dieser Folge der beliebten Reihe “Sex im Pop” den australischen Sänger Michael Hutchence, der sich mutmaßlich beim Onanieren tödlich stranguliert hat, und zwar 1997. Ja, die Welt ist seltsam, und die Wege der Herren oftmals unergründlich. Beklagen konnte sich Hutchence eigentlich nicht. Er hatte Popsängerinnen (Kylie!), dänische Models und die Exfrau eines anderen Popstars im Bett. Paula Yates hieß die Dame, war die Ex von Sir Bob Geldof und eine in England gehassliebte, sehr bekannte Moderatorin, die ihm, wie man so bescheuert sagt, 1996 auch die Tochter Tiger Lily schenkte. Nach Hutchence’ Tod versank seine Witwe in Depressionen. Im September 2000 kaufte sie sich drei Flaschen Schnaps und verschwand, bis man ihre Leiche fand. Tiger Lily wächst jetzt mit den Kindern von Sir Bob auf. Tja, tragische Geschichte.

Und Michael Hutchence war tatsächlich auch mal mit Kylie zusammen, und zwar zur Zeit der Wende, nämlich von 1989 bis 1990. Zu Kylie beim nächsten Mal mehr. Hier unten sehen wir das Video von Hutchence’ Band INXS, in dem er auf auffallende Art Werbung für Geschlechtsverkehr macht. Vor der Verwendung von Bademantelgürteln sei an dieser Stelle noch einmal nachdrücklich gewarnt.


Ich liebte einen Popstar

Montag, 29. Juni 2009

Wir leben im 21. Jahrhundert, und das merkt man auch daran, dass man vom plötzlichen Tod sehr berühmter Menschen nicht mehr durch die Zeitung, die Tagesschau oder erst am nächsten Tag auf dem Schulhof erfährt, sondern quasi direkt und live im Internet. Wir vom Blog jedenfalls haben es zuerst über Facebook erfahren (nachts um ca. halb eins). Mittlerweile ist Jacko natürlich überall am Start, erst recht auf vielen Blogs – Betabuzz hat den Überblick, Franzi hat sogar Geld verdient damit, das oder der Bildblog hat schön die ersten Stunden des Chaos dokumentiert und auch der Shredder Blog fasst noch mal einiges zusammen.

Mit Jacko wollen wir uns also nicht lang aufhalten. Nur so viel noch:  Er war nicht nur der King of Pop, weil er so gut tanzen konnte und die Musik gut war. Sondern auch, weil er es geschafft hat, zwei Jahrzehnte lang immer wieder Kids und Teenies für sich zu begeistern. Bis er es zu bunt und durchschaubar gemacht hat – und Opfer seiner eigenen Arbeit, auch der Arbeit an sich wurde.

Zum Thema “Liebe zu einem Popstar” morgen mehr.