Völlig losgelöst

Heute begeben wir uns mal in andere Dimensionen. Sex ist, so könnte man in Anlehnung an die aktuelle Erinnerungsdebatte um die Mondlandung behaupten, wie eine Exkursion auf einen anderen Himmelskörper, bloß ohne Raumanzug und mit mehr Sauerstoff. Anders gesagt, besser gefragt: Sind wir Menschen wie Planeten, die sich im All umkreisen? Braucht der Mann im Mond eine Frau im Mond? Denn bisher war, abgesehen von der Astronautin Friede Welten in Thea von Harbous Roman, der 1929 von ihrem Mann Fritz Lang verfilmt wurde, noch kein weibliches Wesen oben. Daher weiß man noch nicht so genau, wie das dort mit dem Sex funktioniert – auch wenn die NASA, wie die Welt berichtete, im Jahr 1996 zwei Testpersonen schwerelosen Geschlechtsverkehr hat probieren lassen. Sie empfanden vier von zehn ausgewählten Stellungen (diese hatte vorher eine Computersimulation für geeignet erklärt) als gelungen.

Aber man kann sich eine Mondlandung neuerdings auch zu Hause simulieren und beim Abheben echt astronautische Liebesworte sprechen, etwa den Twitter-Feed vorlesen, der den Funkverkehr bei der Mondlandung der Apollo 11 vor 40 Jahren wiedergibt. Die kanadische Comedy-Truppe The Wine Kone hat sich in einer Frage an den amerikanischen Raumfahrer Mark Polansky konkret überlegt, wie Sex in der Schwerelosigkeit aussehen könnte: In ihrem poetischen Fragenkatalog ergießt sich eine Milchstraße in ein schwarzes Loch und die Raumfahrer erfreuen sich an “Space Bunnies”. Körperflüssigkeiten würden sich aber, so behaupte ich hier mal rein basis-physikalisch, im All eher nicht ergießen, sondern in einer kompakten Entität herumschweben. So wie der Staub, den man hier in einer restaurierten Originalaufnahme der NASA sieht.

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1 Kommentar zu „Völlig losgelöst“

  1. René sagt:

    Toll ist auch diese von der Glaserei wiedererzählte Urban-Legend-Geschichte über den Zusammenhang von Fellatio und Mondlandung: http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=11729

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